Gedichte

Nacht

   

 

Nacht trag mich davon,
karg magst du sein - heute, hier.
Und doch fängst du mich ein,
und lächelst bei mir.

Seine Majestät der Ahorn,
beugt sein Haupt vor dir.
Glitzerst du im Augenschein,
sei auch Morgen noch mein Elexir.

Apathie

   

Gepfählt durch Dornenhand,
im Rosenbusch makaber;
verzerrt zwischen Dreck gespannt,
Zum Neid des Spinnennetzes Inhaber.

Sind gerissen die Lieder,
entzückt im Bann.
verloren die Glieder,
auf immer verkannt.

Jetzt jedes lächel flieht geschwindt,
aufgerissene Augen leeren Tag,
schwarzes Blut gerinnt,
wo es einst gebettet lag.

Knirschend durch Spannung,
Chitin hier springt.
Realitätsverbannung,
von Pfählen umringt.

Tropft in die Freiheit,
staubige Hände,
Perlt gegen Zerissenheit,
erschüttert diese Wände.

Gelähmt im Regen,
durch prasseln skizziert,
Vogelscheuche - Silouette..
nie mehr wirst erleben,
wie sich Feuer verliert.

Der Kampf beendet,
bevor er begann,
als Trübnis verendend,
vom Morgen sang.

Verblichen die Momente,
ergeben im Grün,
trostloses Zuende,
Wirst du je wieder blühn?

Balladen

Das Messer zum Traum

 

Zwischen Unterholz und Gelichte,

schläft ein Mensch ganz fein und schlichte.

Auf und ab, hebt sich die Brust,

wie süßlich säuselt hier die Luft.

 

Jedoch schleicht sich durch Moos und Farn,

barfuß ein neugier'ger Nachtalb an.

Abgeseh'n, hat er's auf Fantasie,

besaß er, man nannt es, Träume nie.

So zürnt er voller Niedertracht,

bis scharfes Eisen im Sinn erwacht.

 

Alsdann - spricht er ganz redlich:

lange schon, sehn ich vergeblich,

nach der Frucht des Schlafes Geiste.

Bald ist sie mein, glücklicherweise.

Und wird er sie mir nicht zeitig geben,

so werd ich mir sie eben nehmen.

 

Verblendet durch Eifersucht und Gier,

verfällt er letztlich dem inn'ren Tier.

 

 

Nun erblüht der lebend'ge Baum,

In purpur rotem Blütensaum.

Sich vergebend, sich verlacht,

hebt er, was jenes Geäst erbracht.

 

Bunte Schale sei du mein,

will ich mit dir glücklich sein.

brech ich dich sogleich entzwei,

Träume säe ich, rasch zwei, drei!

 

Doch was blick ich,

tast ich.

schrei ich

will - - ich? -

nicht!

 

Der Nachtalb bricht

zu Boden.

..wie konnte ich nur Träume roden.

 

Dacht; mit den Samen,

würde sich manch Fantasie erbarmen.

 

Nun gähnt schwarze Leere mir,

dies Nichts, dies bös' Getier!

Vor lauter Gier & Tun.

verbleibt schlussendlich nun,

trotzend und mit holdem Hohn,

des Tates gülden blanker Lohn.

 

Epilog

 

Hätte er nur alle eisernen Gedanken verbannt,

er hätte des Traumes Traum erkannt,

so erfüllte es ihn letztlich kaum:

..das Messer, zum Traum.

Meine Augen glitzern ungesehn,

wenn ich dich pflücke, wirst du vergehn.

Alles wonach ich mich sehn,
wird im Verlangen mit dir Untergehn.

Endlose Reue wird entstehn,
während Gezeiten im Fluge vorübergehn.

Wenn die Sterne anders stehn,
wird mir dein Duft noch entgegen wehn?

Werden wir der Zeit dann wiederstehn,
wenn unsere Seelen in Flammen verwehn.

Fußstapfer im Blättersaum

 


Da geht sie hinfort,

mit den Haaren im Wind,

um irgendwo dort,

zu finden wer wir sind.
 

 

Ein flücht’ anmut’ger Traum,

gefangen zwischen karmesin wehendem Laube,

ein Charm in der Luft zwischen all dem Grauen.

Versprechungen gleich der Abendsonne einer Traube.
 

 

Prometheus Fackel in den Augen,

gefeit Leben, sterben zu hauchen.

Sehnsucht als Farbe auf Lippen,

O, so lass mich in deine Seele blicken.
 

 

Vergangen - ihre stillen Schritte in meinem Geiste hallen,

unbeantwortete Fragen stehen Leer.

Ich werde fallen,

kommen wird sie heut - nimmer mehr -

Seifenblasenbläser

~2012
 

Ich bin ein Narr im Glöckchenkleide,
und in rauen Trübgezeiten,
schaffe ich bis dann ich scheide,
bunte Seifenbläschen-Glückseeligkeiten.

Platz!